Auditive Wahrnehmungsstörung
Auditive Wahrnehmungsstörung bedeutet Probleme bei der Verarbeitung von Gehörtem.
Als Ursache gelten angeborene oder erworbene Beeinträchtigungen im Gehirn, aber auch wiederholt auftretende Ohrenerkrankungen.
Die Auffälligkeiten bestehen in Schwierigkeiten
beim Spracherwerb sowie dem Lesen und Schreiben
(Lese-Rechtschreibschwäche). Die Gesellschaft für Sozialpädiatrie und
Jugendmedizin e.V. (www.dgspj.de) führt speziell hinsichtlich der Verarbeitung von Gehörtem folgende Symptome auf:
- "verminderte Merkfähigkeit akustisch vermittelter Informationen (Sätze, Reime, Lieder)
- häufiges Verwechseln klangähnlicher Laute (laut- und schriftsprachlich)
- übermäßige Lautempfindlichkeit bei üblichem Umgebungslärm
- reduziertes Sprachverständnis bei üblichem Umgebungslärm (Klassenzimmer, Kindergarten)
- reduzierte Aufmerksamkeit bei üblichem Umgebungslärm
- mangelnde Lokalisation einer Schallquelle"
Ziele der Therapie sind:
- Sichere auditive Wahrnehmungsfähigkeit bei der Verarbeitung von Sprache
- Nutzen von Kompensationsstrategien
Unser therapeutisches Vorgehen basiert auf folgenden Konzepten:
Der Therapieplan wird auf der Basis einer individuellen
Diagnostik erstellt. Einzelfallorientiert werden u.a. folgende Konzepte
teilweise oder vollständig eingesetzt:
- Auditives Wahrnehmungstraining
- Förderung der phonologischen Bewusstheit
- Beratung von Eltern, ErzieherInnen und LehrerInnen zur Optimierung
des situativen Kontextes als Beitrag zur auditiven Wahrnehmungsfähigkeit