Dysarthrie / Dysarthrophonie
Dysarthrie bedeutet: Störung der Sprechbewegung. Sind Atmung und Stimmgebung ebenfalls betroffen spricht man von Dysarthrophonie.
Die Informationen zu diesem Störungsbild beruhen auf neben stehender dgs-Broschüre Nr. 7. Autorin: Dr. Barbara Giel. Bei weiterführendem Interesse steht Ihnen diese als Download zur Verfügung.
Ursache sind neurologisch bedingte Störungen, die von Geburt an bestehen können, plötzlich auftreten oder sich fortschreitend entwickeln.
Die Auffälligkeiten sind abhängig vom Ausmaß der Schädigung. Allgemein können folgende Veränderungen beobachtet werden:
- Aussprache: verwaschen und undeutlich
- Stimmklang: heiser, leise, rau oder gepresst
- Sprechweise: monoton oder unrhythmisch
- Sprechgeschwindigkeit: oft zu schnell oder zu langsam
Ziele der Therapie sind:
- Verbesserung der Funktionen, die der Atmung, Stimme und Artikulation zugrunde liegen
- Alternativen zur Lautsprache erlernen und anwenden
- Gespräche führen mit allen Mitteln zur Kommunikation
- Selbsthilfefähigkeit stärken
Unser therapeutisches Vorgehen basiert auf folgenden Konzepten:
Der Therapieplan wird auf der Basis einer individuellen Diagnostik erstellt. Einzelfallorientiert werden u.a. folgende Konzepte teilweise oder vollständig eingesetzt:
- Orofaciale Regulationstherapie ORT
nach Castillo Morales & Brondo
- Fazial-Orale-Trakt-Therapie F.O.T.T.
nach Kay Coombes und Bobath
- Mundmotorische Übungsprogramme
- Artikulationstraining
- Funktionelle Stimmtherapie
- Akzentmethode nach Svend Smith
- Unterstützte Kommunikation UK
- Beratung